Sie sind hier: Pressemitteilungen  
 PRESSEMITTEILUNGEN
LKZ

PRESSEMITTEILUNGEN
 

Hier finden Sie Pressmitteilungen über den Verein.




 

24.10.2009

Verein des Goethe-Gymnasiums unter neuer Regie
Uwe Kolasa neuer Vorsitzender

Im Sommer besuchte der Verein der Freunde und Ehemaligen des Goethe-
Gymnasiums die 2007 gegründete Akademie für Darstellende Kunst (Theaterakademie), deren Betrieb im Herbst 2008 begann. Unter kompetenter Führung erhielten die Teilnehmer an der Begehung einen hervorragenden Überblick über die Räumlichkeiten der Theaterakademie und über den Lehrbetrieb. Bei dem Komplex der verschiedenen Gebäude ist die geglückte Verbindung von Neu und Alt beeindruckend. So ist das Jomelli-Haus aus dem 18.Jahrhundert, in dem vor allem die Verwaltung untergebracht ist, mit dem modernen Bühnenturm-Trakt, der erst kürzlich vollendet wurde, eine gelungene Synthese eingegangen. Bei der Führung erhielten die Mitglieder des Vereins auch einen guten Einblick in die inhaltliche Arbeit an der Akademie. Hier wird in erster Linie Wert auf die interdisziplinäre Ausbildung und auf praxisorientierte Projektarbeit gelegt. Ausführlich informiert wurde auch über die Tagespläne der Studenten sowie über die Studiengänge Schauspiel, Dramaturgie und Theaterregie.

In der anschließenden Hauptversammlung des Vereins wechselte die Regie des Vereins: Der langjährige Vorsitzende Lothar W. Kalmbach , der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte, wurde verabschiedet. Im Jahre 1993 wurde er Nachfolger von Prof. Dr. Picht und führte das Amt des Vorsitzenden bis zum Sommer 2009. Getreu seinem Motto „Man muss den Menschen etwas bieten, um interessant zu bleiben“ leitete er den Verein. Während seiner Amtszeit ermöglichte es der Verein durch Spenden, dass das Goethe-Gymnasium zahlreiche größere Anschaffungen vornehmen konnte, die durch den Schuletat nicht gedeckt werden konnten, z.B. Bühnenpodeste, ein Teleskop, Geräte zur Ausstattung und Modernisierung des Computerraumes in erheblichem Umfang, Schlagzeug, Pauken, im Jubiläumsjahr 2008 einen neuen Konzertflügel und zuletzt Smartboards für die naturwissenschaftlichen Räume. Für die Mitglieder des Vereins initiierte und organisierte Kalmbach regelmäßig vielfältige Veranstaltungen gesellschaftlicher und kulturhistorischer Art, wie zuletzt die Besichtigung der Theaterakademie. Für seine aufreibende und zeitaufwändige Arbeit wurde ihm von den Teilnehmern der Hauptversammlung herzlichst gedankt.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Uwe Kolasa gewählt, Vater zweier Kinder am Goethe-Gymnasium und seit einigen Jahren bereits als Elternvertreter engagiert. Der Diplom-Mathematiker arbeitet für die Fa. Bosch im Bereich der Personalgrundsatzfragen, wo er für betriebliche Versorgungssysteme zuständig ist. Ehrenamtlich ist er tätig als Kirchengemeinderatsmitglied der Dreieinigkeitsgemeinde Ludwigsburg und als Leiter des dortigen Arbeitskreises Erwachsenenbildung.

(Dr. Joachim Richter)




 

LKZ, 06.12.2005

Streben nach lebenslanger Verbindung zur Schule
Der Verein der Freunde und Ehemaligen des Goethe-Gymnasiums fängt früh an, Mitglieder zu werben

Auf den ersten Blick ist der Verein der Freunde und Ehemaligen des Goethe-Gymnasiums ein Förderverein unter vielen. Beim näheren Hinsehen aber entpuppt sich eine Strategie, Mitglieder frühzeitig und langfristig zu binden.

Dass die frischen „Fünfer" mit Gummibärchen und Block begrüßt werden, gehört noch zum Standardprogramm. Über die Herzen der Kinder werden die Köpfe der Eltern gewonnen. Zumindest für die ersten Jahre. „Ab der achten Klasse lässt das Engagement dann etwas nach", beobachtet Vorsitzender Lothar Kalmbach.

Sobald die Schüler das Abiturzeugnis in den Händen halten, können sie als „Ehemalige" beitreten. Sieben Jahre lang müssen sie dann keine Beiträge zahlen. „Wir wollen, dass sie erst beruflich und finanziell Fuß fassen", begründet Kalmbach. Damit die auch mit Gebühr bei der Stange bleiben, überlegt sich der Förderverein ein attraktives Jahresprogramm für die Erwachsenen.

Denn: Einen „Blick hinter die Kulissen" will der Verein bieten. Angebote, an die „normal Sterbliche" nicht so einfach herankommen. Zum Beispiel eine Schlossführung bei Kerzenschein mit anschließender Weinprobe, ein Besuch in den Studios des Südwest-Rundfunks in Stuttgart oder eine Führung durch das Schulviertel unter der Leitung von Dr. Albert Sting. Die Begutachtung der neuen Bühnentechnik im Forum gehörte unter anderem auch dazu wie Besichtigung der TC-Studios, die vor Jahren ihre Finger maßgeblich auch bei der Oscar-Verleihung in Hollywood hatten.

Etwa vier dieser Veranstaltungen werden jährlich organisiert. Und sind mit 25 Leuten regelmäßig ausgebucht. „Man muss den Menschen etwas bieten, um interessant zu bleiben", erklärt Kalmbach. Und dann seien sie bereit, neben den Beiträgen auch zu spenden. Das Geld soll den Schülern zugute kommen. Der Förderverein will Sonderwünsche erfüllen, die dem staatlichen Rotstift zum Opfer fallen. So wurde die Solaranlage auf dem Dach mit 6000 Euro bezuschusst, die Anschaffung eines Flügels gefördert, der Kauf einer Bühne unterstützt. Mit Hilfe des Fördervereins wurde aus dem Schwarz-weiß-Fotolabor ein „farbtaugliches". Übungsfreizeiten für Chor, Orchester sowie Jazz, AGs und Fahrten ins Schullandheim werden gesponsert. Jährlich, schätzt Kalmbach, schießt der Verein etwa 6000 Euro zu. Kleinvieh macht auch Mist: Seit 1957 dürfte sich das auf rund 125 000 Euro summiert haben.

Vor 48 Jahren wurde der Verein von der damaligen Rektorin Dr. Agnes Sapper ins Leben gerufen. Der Grund: damals war „das Goethe" noch ein reines Mädchengymnasium. Weil das traditionelle Rollenverständnis herrschte, die Frau und Mutter daheim blieb, während der Gatte das Geld beschaffte, war die Schule im Vergleich zu den „Knabenanstalten" schlechter gestellt, was die freiwilligen finanziellen Zuwendungen betraf. Außerdem sollte eine gesellschaftliche Einrichtung, eine Gemeinschaft geschaffen werden. „Alleine die Kaffeekränzchen von Frau Dr.Bonz sollen legendär gewesen sein", hörte Kalmbach.

Motivation und Antrieb ist, den Schülern ein bestmögliches Umfeld zu schaffen und darüber hinaus Netzwerke zu bilden. „Wir streben nach lebenslanger Verbindung zur Schule", so Kalmbach.

Thomas Faulhaber (LKZ vom 6.12.2005)